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Baronin Corva Novis von Westerhold

Gräfin von Ervais-Monis und Baronin von Westerhold

Corva ist die Tochter von Yvette und Pirol Natock, über die nur wenig bekannt ist. Die Natocks lebten abgeschieden, aber glücklich in einem kleinen Dörfchen irgendwo in den Mittellanden. Leider verstarben Corvas Eltern als sie erst sieben Jahre alt war. Von dem Tag an war sie auf sich allein gestellt – und wusste nichts über ihre wahre Herkunft. Sie schlug sich durch, lernte das Handwerk der Hebamme und reiste viel durch die Lande, unterbewusst immer auf der Suche nach Heimat.

Im Jahr 706 ging sie das erste Mal gemeinsam mit ihrem alten Freund und Weggefährten Khelex Mefezahl auf Reisen. Nur wenige Reisen später lernte sie Anfang des Jahres 707 ihren heutigen Ehemann Baron Marvin von Westerhold und einige seiner Gefährten kennen. Sie schloss sich ihnen gemeinsam mit Khelex an und zog  als Heilerin auf der Suche nach Abenteuern durch die Lande.

Im Jahr 709 heiratete Corva Baron Marvin von Westerhold, ganz entgegen der adligen Bräuche eine Heirat aus Liebe. Auch wenn es für Corva anfangs schwer war, so fügte sie sich doch immer mehr in das Leben einer einfachen Adligen und in die adlige Gesellschaft ein. Zugleich übernahm Corva auch in Westerhold immer mehr Aufgaben, so etwa die Verwaltung Südwachts, nachdem ihre Freundin Zoe von Eichenbühl verschwunden war.

Ihre bretonische Freundin Lady Katalina Alinor Bigot, Gräfin von Montfort und Lordkonsulin des bretonischen Reiches – in der Vergangenheit unter dem Namen Katla Kräuterfrau bekannt – hegte jedoch irgendwann Zweifel an Corvas niederer Herkunft. Jahrelange Nachforschungen ergaben, dass Corva einem bretonischen Hochadelsgeschlecht, genauer dem altfränkischen Adelsgeschlechts de Ervais-Monis entstammt. Einzige lebende Verwandte war eine ältere Schwester ihrer Mutter, Violene Bernadette de Ervais-Monis, ihr Ehemann Aethelwold of Kentham, sowie deren drei Kinder Madite, Brigitte und Geoffrey.

Im Jahr 715 erreichte Corva schließlich die traurige Nachricht, dass alle ihre Verwandten – Tante, Onkel und die drei Kinder – bei der Verteidigung der Grafschaft gegen die in Ervais-Monis wütenden Orken getötet worden waren. Bretoniens König Richard forderte Corva daraufhin auf, ihr Erbe anzutreten und die Grafschaft von den Orken zu befreien.

So rief sie noch im selben Monat ihre Freunde und Verbündeten zur Hilfe – und es kamen zahlreiche: allen voran die treuen Westerholder, Reginaldiner, Viajeros, aber auch Dros Rock, Yddland, die Schwarzrotte, Darkenhowe, Tirda und Schwingenstein. Mit der Hilfe aller ihrer Freunde und unter einem hohen Blutzoll gelang es schließlich, die Orken niederzustrecken und Ervais-Monis zu befreien. Als Dank dafür erkannte König Richard Lady Corva den Titel der Gräfin an und übergab ihr die Grafschaft Ervais-Monis im Herzen Bretoniens.

Noch während der Befreiung Ervais-Monis entdeckten die Anwesenden dort die Quelle der Herrin vom See im Wald nahe der Burg Ervais. Sie reinigten sie von den Verschmutzungen und Verwüstungen durch die Orken – seither entspringt in Ervais-Monis die einzige Quelle mit dem Wasser der Herrin vom See in ganz Bretonien.

Im Jahr 716 erschien in Jarlow eine Hohepriesterin der Herrin vom See und übertrug Corva eine weitere Aufgabe: Fortan sollte sie die Hüterin der Quelle der Herrin vom See in Ervais-Monis sein. Sie sollte die Quelle beschützen und sich darum kümmern, allen Gläubigen einen Zugang zu der Quelle zu ermöglichen. So entstand der heutige Pilgerweg durch Ervais-Monis zur Quelle der Herrin vom See.

717 – ein wichtiges Jahr für Westerhold – denn der Zugang zum Meer wurde entdeckt. Die dortige Hafenstadt wurde nach der Baronin benannt und heißt seither: Corvashafen.

Im Sommer 717 hatte Corva gemeinsam mit ihren Berater und guten Freund, dem Druiden Lukas in der Feste auf Mythodea ein einschneidendes Erlebnis, das ihren Glauben an die Herrin vom See tief geprägt hat. Auch deswegen widmet sich Corva seit  Sommer 718 zusammen mit ihrem Ersten Ritter Manded de Modeste intensiv dem Aufbau eines Klosters zu Ehren der Herrin vom See und St. Reginals in Ervais-Monis.

Die Grundrisse für das Kloster sind erstellt, der Reginaldiner Weißmantel Eric Bastard de Bouillon soll dessen Vorsteher werden. Der Grundsteinlegung steht nichts mehr im Wege … sollte man meinen.