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Das Jahr 654

 

Die Götter waren uns hold und es hat ihnen gefallen, uns im Heumond einen Sohn zu schenken. Wir gaben ihn den Namen Osgar!

Der letzte Winter war wie auch schon im letzten Jahr härter als die vorherigen. Die Menschen haben im 2 Mond des Jahres daher ein Wintergeisteraustreiben veranstaltet.
Sie haben dazu grässliche Masken geschnitzt und sich bunte Gewänder genäht. Mit lautem Geschrei und Musik sind sie dann durch das Gut und über das Land zu den drei Linden gezogen um den Winter und deren Geister zu vertreiben. Seither heißt der 2 Mond des Jahres Narrenmond.

Die letzten Berichte aus Südwacht waren beunruhigend. Fremde Söldner durchstreifen die Wälder. Ich werde an der Handelsstraße gen Osten einen Wachturm errichten lassen, um mögliche Gefahren ehr zu erkennen.
Weitere Befestigungen werden sich nicht vermeiden lassen.

Das Volk wächst und wächst. Ich werde durch meine Verwalter eine Zählung durchführen lassen und danach die Steuern neu festsetzen.
Dies soll nach einer festgesetzten Liste geschehen, die ein jedem bekannt gegeben werden soll.

Gemeinsam mit meinem Freund Arnulf brach ich nach Westen auf. Es gab noch so viel zu entdecken. Allein die alten Steinbauten. Aber auch noch etwas anderes war dort. Wir haben die Hälfte unserer Männer verloren und mussten uns zurückziehen. Ich hoffe sie hatten einen schnellen Tod…

654 Julmond

 
Die Volkszählung hat ergeben, dass mittlerweile im Gut und in Waldacker insgesamt 278 Menschen leben.
Davon sind 198 steuerpflichtig. Ich habe mehr Kupfer in meiner Schatulle, als ich ausgeben könnte.
Drosophila hat daher in den Kopf gesetzt, unser Gutshaus ausbauen zu lassen. Sie lässt mir keine Ruhe damit und will, dass ich im Frühjahr Arbeiter anwerbe. Als ob wir nicht genug zu tun hätten.

Das erste Braufest war ein voller Erfolg. Jeder einzelne Braumeister hat ein vorzügliches Bier vorgestellt. Da es sich um das erste Braufest dieser Art handelte, nahm ich den Platz des Richters ein. Als Berater standen mir William der Schmied und Antonius Backmeister zur Seite. Nach langer Verkostung der einzelnen Biere, einigten wir uns auf den Braumeister Georg Braunbart. Er überzeugte uns mit seinem süffigen, trüben Bier, welches seine letzte Reife in großen Fässern in seinem Keller bekommen hatte. Er nennt es Braunbart Kellerbier.
Somit soll er für ein Jahr nur die Hälfte an Steuern zahlen und fürs kommende Braufest der Richter sein.

Aus Südwacht kamen im Herbst wieder ein paar Siedler.
Sollten sich noch mehr Menschen hier niederlassen, dann müssen wir bald wieder mit dem Roden beginnen.
Bis jetzt haben uns Krankheit und die Wölfe verschon. Den Göttern sei Dank.

 

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