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Das Jahr 680

 

Den ersten Boten, den ich nach Maldoran geschickt habe, ist nie dort angekommen. Wir fanden zwei Wochen später sein Pferd.
Es war abgenagt und von dem Boten selbst fanden wir keine Spur.

Den ganzen Winter über haben wir versucht, den Feind ausfindig zu machen. Aber so oft wir es auch versuchten, wir fanden nichts.

Das Volk hat Angst und einige haben Westerhold bereits verlassen.
Sie meinten, dass mein Hochmut die Götter erzürnt hatte und Westerhold jetzt bestraft werden sollte.
Sollen sie bleiben wo der Pfeffer wächst. Bauern. Was verstehen sie schon von Politik. Ich habe das Westerholder Land vergrößert und es bis jetzt vor seinen Feinden sicher bewahrt.
So soll es auch bleiben!

Der kleine Marvin wächst und wächst.
Er ist jetzt bald vier Jahre alt und vor kurzem habe ich ihm einen kleinen Bogen gebaut. Gemeinsam mit einem meiner Bogenschützen haben wir dann geübt. Meine Frau macht mir mehr und mehr das Leben schwer. So schön sie auch ist, aber ich habe eine wahre Plage geheiratet.
Nichts ist ihr recht zu machen und an allem muss sie rummeckern. Selbst eine Tracht Prügel haben sie nicht zur Vernunft gebracht.
Das Gesinde redet schon darüber, dass auch unsere Ehe von den Göttern verflucht sei.
Einzig unter meinen Rittern und Soldaten habe ich unbeschwerte Zeiten. Die wissen worauf es im Leben ankommt. Hoffen wir, dass der nächste Bote Maldoran erreicht.

 

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