Springe zum Inhalt

Das Radgauer Land

Im Osten, an der Grenze zu Marturien, ziehen sich bewaldete Berge von Norden nach Südosten. Nachdem man die Grenze überschritten hat, fallen diese Berge nach Westen hin ab. Ein weitläufiges Hügelland beginnt. Sowohl im Norden als auch im Süden durchziehen tiefe Wälder die Landschaft. Am westlichen Rand der Wälder liegt die Stadt Südwacht. Weiter westlich dehnt sich die Hügellandschaft weiter aus, bis zur Grenze der Lindmark.

Das Radgauer Land wurde in den 590er Jahren von marturischen Truppen besetzt. Damals wurde ein militärischer Stützpunkt gegründet, um die südliche Grenze Marturiens zu sichern. Im Laufe der Jahre zog es immer mehr Menschen dorthin und nach zwei Jahrzehnten war um den ehemaligen Stützpunkt eine Stadt entstanden. Der damalige Kommandeur gab dem Ort den Namen Südwacht. Die kaiserliche Administration erteilte Südwacht im Jahre 627 das Stadtrecht.
Das Land im Umkreis der Stadt wurde urbar gemacht und konnte fortan die Versorgung der Menschen sicherstellen. Die Truppen sicherten die Grenze und erkundete das Land nach Süden und Westen.
Im Jahre 640 griffen die Horden des Chaos das marturische Reich an. Ein Jahr später wurden die kaiserlichen Truppen abgezogen, um gegen das Chaos zu kämpfen. Mit den Jahren wurde die Bindung zum Reich immer weniger. Nach fünf Jahren waren die letzten offiziellen Vertreter des Reiches abgezogen. Die Menschen im Radgauer Land waren nun sich selbst überlassen. Der damalige Stadtrat Südwachts übernahm nun voll und ganz die Verwaltung über die Stadt und das Umland.

Im Jahre 651 erhielt Guntram Holwin vom Kaiser die Erlaubnis, das von Marturien aufgegebene Land zu nehmen. Er zog mit seinem Gefolge weiter nach Westen un ließ sich in der Lindmark nieder. Westerhold nannte er fortan das Land und sein Sohn Osgar vergrößerte er das Land im Jahr 677 um die Stadt Südwacht und der umliegenden Ländereien.

Immer mehr Menschen zogen nach Westerhold. Im radgauer Land dominierte die Stadt Südwacht. Aber auch im Unland siedelten sich Menschen an und bauten kleine Gehöfte und Höfe. Straßen wurden gebaut und durchziehen seitdem das Land nach Westen und Norden. Der Süden ist immer noch stark bewaldet. Kaum eine Straße durchquert diese Wälder.

Im Jahr 682 überzog der Krieg das Westerholder Land. Die Stadtväter Südwachts verrieten den damaligen Baron von Westerhold und öffneten dem Feind die Tore. Westerhold wurde geschlagen und Südwacht letztlich doch geplündert. Die Menschen, die im radgauer Land verblieben, lebten fortan unter der Herrschaft des südwachter Stadträte. Mehr und mehr nahm die Korruption und Vetternwirtschaft in Südwacht zu.
709 trat Marvin von Westerhold sein Erbe an und erlangte die Herrschaft über die Lindmark. Mehr und mehr konnte Marvin die alten Marken Westerholds wieder zusammenführen.
Ab der Mitte des Jahres 710 flüchteten immer mehr Menschen aus dem Radgauer Land. Der korrupte Stadtrat hat sogar einen Angriff auf gegen die Lindmark geführt. Dieser scheiterte allerdings und Marvin von Westerhold erhob nun offiziell Anspruch auf den letzten Teil des ehemaligen Westerholds. Die Fehde kostete vielen das Leben und endete mit einem blutigen Sieg für die Westerholder im Frühjahr 712. Jetzt gilt es, das Land und die teilweise zerstörte Stadt Südwacht wieder aufzubauen.