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Die Lindmark

Die Lindmark ist im Norden geprägt von einem Tannenwald, den die Menschen einfach nur Nordwald nennen.
Bären und Wölfe durchstreifen diesen Wald ebenso wie Rehe,Wildschweine und kleineres Niederwild.

Durchzogen wird dieser Wald vom Steinsfluss. Dieser hat seinen Ursprung in den Flulgrambergen. Er wird aber ebenfalls von einer Quelle im Nordwald gespießt. Der Steinsquelle. Der Name entstammt einer alten Legende.
Angeblich hatte sich ein Zwerg in dem Wald verlaufen und fand ein glitzernden Stein. Er hob ihn auf und erfreute sich an seinem Glanz und dem Gewinn, den er wohl einbringen würde. Gierig auf mehr Steine fing der Zwerg an zu graben und fand mehr Steine. Ohne Unterlass grub er weiter bis ein tiefes Beben die Erde erschütterte. Der Zwerg wollte die Flucht ergreifen, nur war das Loch schon so tief, dass ihm keine Zeit mehr blieb.
Die gerechte Strafe für seine Gier traf ihm in Form eines großen Wasserstromes, der fortan an dieser Stelle entsprang und den Zwerg samt seine Steine mit sich fort trug.
Die Menschen Westerholds erzählten sich diese Geschichte von Generation zu Generation und mahnten jede weitere davor, so gierig wie der Zwerg zu sein.
Seit dieser Zeit schwoll der Steinsfluss mehr und mehr an und grub sein Bett vom nordöstliche Wald kurvenreich in Richtung Südwest.

Folgt man der Quelle des Steinsflusses Richtung Süden, werden die Tannen des Nordwaldes irgendwann spärlicher und gehen am östlichen Ufer in ein grasbewachsenes Hügelland der Lindmark über.
Westlich des Flusses finden sich kaum noch Hügel aber um so mehr Gras. Das sich im Norden wieder an den Tannenwald anschließt.

Geprägt wird die Westseite des Steinsflusses von einem größeren Hügel, auf dem drei große Linden stehen. Generationen von Menschen berichten immer wieder von ihnen und jeder nennt sie alt. All den Jahrhunderten zum Trotz stehen sie auf diesem Hügel und trotzen den Jahreszeiten.
Dieser Hügel und die Linden hatten schon seit jeher eine große Anziehungskraft auf die Menschen von Westerhold.
Alle althergebrachten Feste des Jahreskreises wurden dort gemeinsam gefeiert und wissende Frauen und Männer warben dort um die Gunst der Götter.
Viele Bräuche und Traditionen werden dort gepflegt. Auch ist dies der Ort, an dem die Herren von Westerhold ihre letzte Ruhe finden.


Steinsfurt:

Aus dem ehemals kleinen Dorf Steinsfurt ist mittlerweile die Hauptstadt der Baronie Westerhold geworden und seit drei Generationen der Familiensitz derer von Westerhold. Sie befindet sich auf der östlichen Seite der Seinsbachbrücke, südlich der Handelsstrasse.
Die Familie von Westerhold bewohnt dort ein befestigtes, steinernen Palas, der im Laufe der Zeit weiter ausgebaut wurde. Aktuell wurde große Teile neu aufgebaut , nachdem der Dachstuhl einem Brand zum Opfer gefallen ist.

In Steinsfurt selbst leben mittlerweile über funfhundert Menschen.
Verschiedenste Handwerker üben Ihre Kunst aus. Händler haben sich hier niedergelassen und bereisen von Steinsfurt aus die umliegendne Länder.
Bogner, Waffenschmiede, Sattler, aber auch Steinmetze, Kannengießer, Kürschner, Drechsler und viele mehr sind in Steinsfurt beheimatet. Es werden viele Dinge des täglichen Bedarfs hergestellt und verkauft.

Auch verschiedene Verwaltungsbereiche sind in Steinsfurt beheimatet.
Das Amt für Steuern und Abgaben, das Amt für Kreaturlogie und die allgemeine Administration von Westerhold sind hier zu finden.
Im nördlichen Teil Steinsfurts befindet sich der Marktplatz. Ringsherum sind die steinernen Häuser der reicheren Händler und Handwerker.
Alles in allem wächst und gedeiht Steinsfurt weiter und weiter. Rund um die Stadt sind die Felder verteilt, die von den Bauern beackert werden. Immer mehr Wald wurde im Süden gerodet, um mehr Land beackern zu können.
Südöstlich der Stadt ist ein Steinbruch, in dem seid ein paar Jahren wieder Stein gehauen wird.

Das Dorf Waldacker:

Nach der Mühle und dem Wald biegt die Straße in Richtung Nordwesten ab.
Am Rande des Nordwaldes beginnt das Dorf Waldacker.
Nachdem Marvin von Westerhold die Geschicke übernommen hatte, wendete sich im Waldacker vieles zum Besseren. Wohnten in der Vergangenheit nur ein paar Bauern und Waldarbeiter dort, ist der Ort nun um einiges gewachsen.Umgeben von Feldern, Wiesen und dem Wald, leben und arbeiten dort mittlerweile über 200 Menschen dort.
Braumeister und Taverne sind vor Ort und erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Es gibt eine nicht ganz ernst gemeinte Konkurrenz wischen den Braumestern Waldackers und der Braumeister aus Steiunsfurt, die aber die meisten Menschen ehr belustigt, als das sie schadet. Die besten Biere werden eh beim jährlichen Braufest gekührt. Waldacker konnte diese Ehre im Jahre 710, 711 und 716 für sich erringen.
Auch viele Köhler wohnen in Waldacker. Der nahe Nordwald bietet ausreichend Holz zur Herstellung von Holzkohle. ebenfalls hat sich eine Grob- und eine Feinschmiede dort angesiedelt. Stellmacher, Sattler und Bogner gehen ebenso ihrer Berufung nach, wie ein Böttcher und ein Bäcker.
Im Jahre 710 wurde in Waldacker eine Waffenschule eröffnet. Die jungen Männer in der Umgebeung wurden hier im Umgang mit dem Langbogen, Schwert und Schild und anderen Waffen unterwiesen.

Das seefelder Land und der Ort Seefeld

Geteilt durch drei Straßen liegt das seefelder Land einen dreistunden Ritt östlich Steinsfurt entfernt. Eine der drei Straßen führt von Norden her am Rande des Nordwaldes entlang sie führt zur Dreiwegekreuzung und weiter nach Steinsfurt. Von Osten her kommt die zweite Straße. Sie führte durch ein weites Wiesenland, dass auf dem Weg nach Westen immer mehr in ein Hügelland übergeht. Diese Hügel werden im Süden immer größer und schroffer und gehen über in die Fulgramberge. Nach Norden hin beginnt alsbald der Nordwald und dort gehen die Hügel in ein paar kleinere Berge über, die ein kleines Tal umgreifen. Aus den Fulgrambergen führt aus Süden die Straße zu der Dreiwegekreuzung. In nördlichen Teil dieser Berge entspringt der Buchenbach. An einer tiefer gelegenen Stelle entstand so vor ewiger Zeit ein See, den die Anwohner schlicht Hügelsee nennen.

Nach Westen hin zieht sich das Hügelland weiter und der Südwald beginnt alsbald.
Ein Stück östlich der Dreiwegekreuzung, am nordöstlichen Ufer des Hügelsees baute vor über 60 Jahren ein Mann ein Wirtshaus. Man schrieb das Jahr 651 des Kaisers und Guntram von Westerhold begann mit der Besiedelung östlich des jetzigen seefelder Landes. Das Wirtshaus war durch die neue Besiedlung immer gut besucht von Händlern und Reisenden. Nach dem ersten Ausbau des Wirtshauses entstanden immer neue Gebäude. Ein paar Menschen begannen im Hügelfluss zu fischen und schon bald war der Fisch eine wahre Spezialität in dem immer größer werden Ort. Bald war auch der eine oder andere Bauer ansässig geworden. Unterstützt und gefördert von Guntram von Westerhold wuchs der Ort weiter und nannte sich bald Seefeld. Die Menschen von Seefeld sahen sich als Westerholder, erkannten Guntram von Westerhold als ihren Landesherren an und entrichteten die Steuern an ihn. Der Ort gewann weiter an Bedeutung, als sich Guntram entschloss eine Straße durch die Fuldgramberge anzulegen, was ein schweres aber lohnendes Unterfangen war. Auch nach Norden hin wurde ein neuer Weg angelegt, um die Strecke nach Maldoran und das marturische Kaiserreich zu verkürzen. Auch als Osgar von Westerhold die Geschicke des Landes übernahm, wurden die Straßen weiter ausgebaut und weitere Orte gegründet. Seefeld war zu diesem Zeitpunkt neben dem eigentlichen Stammsitz der Familie Westerhold der florierendste Ort in der Gegend. Viele Menschen nutzten die Möglichkeit sich mit Proviant einzudecken, zu Übernachten oder um Handel zu treiben. Der Seefelder Fisch erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.
Als Südwacht vor über dreißig Jahren Verrat an Westerhold übte, wurde Seefeld als erstes überrant. Die Soldaten wüteten in dem Ort wie die Tiere. Plünderung und Mord waren allgegenwärtig. Auch südwachter Soldaten zählten damals zu denen, die Ihr Unwesen in diesem beschaulichen Ort trieben. Die Überlebenden hatten dies niemals vergessen. Nachdem Marvin von Westerhold die Macht über die westlichen Gebiete Westerhold zurückerlangte, unterstützten Seefeld ihn nach Kräften und schloss sich im Jahre 711 der Baronie Westerhold an. Treu wurde gelobt und Marvin von Westerhold als Baron von allen anerkannt.
Seefeld bekam vom Baron von Westerhold das Recht zugesprochen einen Schultheiß aus Ihren Reihen zu wählen, der sich um alle Belange des Ortes und den dazugehörigen Ländereien zu kümmern. Die Ortschaft verpflichtete sich zudem ausreichend Truppen, Waffen und Proviant vorzuhalten, um sich selbst und im Zweifelsfalle mit anderen Truppen das Land zu verteidigen.

Die Fulgramberge und das Dorf Bergwacht

Südlich von Seefeld beginnen die Fulgramberge.
Ihr westlicher Zipfel ragt in den Südwald hinein und von dort aus ziehen sie sich nach Osten. Es fürht eine Straße von Nord nach Süd durch die Berge. Der name Fulgram geht der Legende nach auf den Riesen Fulgram zurück, der unter den Bergen sein zu Hause haben soll. Dort lebt und schläft er. Ab und zu bebt in den Bergen die Erde und die Menschen erzählen dann von dem Riesen, der wieder aufgewacht ist, weil die Menschen zu tief in den Bergen nach Schätzen und Metallen gegraben haben.
Wenn man den Weg von Seefeld in die Berge nimmt, kommt man nach knapp fünf Stunden in das Dorf Bergwacht.
Guntram von Westerhold gründete dieses Dorf im kaiserlichen Jahr 656. Er stationierte dort ein paar Reiter, die die Sicherheit nach Süden hin gewährleisten sollten. Aus diesem kleinen Dorf entwickelte sich langsam ein beschaulicher Ort in den Bergen, die von Händlern und Reisenden zur Übernachtung genutzt wurde.
Die Menschen von Bergwacht leben vom Bergbau und vom Handel mit den Reisenden. Viel hat sich in den letzten Jahren nicht verändert.
Bergwacht hat sich ebenfalls in alter Tradition dem Baron von Westerhold die Treue geschworen und ist ein fester Bestandteil der Lindmark.


Die kleine Stadt Weinrode:

Im südlichen Teil der Fulgramberge entspringt der Rodetalfluss. Er verläuft kurvenreich durch eine Hügellandschaft nach Süden. An diesem Fluss ist der wunderschöne Ort Weinrode gelegen. Wie der Name schon sagt, wird hier seit langer Zeit Wein angebaut. Im Schutze der westlichen Ausläufer der Fulgramberge ist es im Rodetal und der umliegenden Hügellandschaft immer ein wenig wärmer und die Sonne verwöhnt die Weinreben lange Zeit im Jahr.Der Ort selbst wurde lange vor der Gründung Westerholds besiedelt. Angeblich waren es Deserteure der marturischen Armee, die sich hier mit ihren Familien niederließen. Aber genaueres ist darüber nicht mehr bekannt.

Zu Zeiten von Guntram von Westerhold gehörte dieser Teil noch nicht zu Westerhold. Weinrode war damals noch ein kleines Dorf und die Menschen konnten mehr schlecht als recht vom Weinanbau leben. Nach der Gründung von Bergwacht wurden mehr und mehr Wege angelegt und ausgebaut. So auch einer, der von Bergwacht nach Süden in Richtung Dalmarn führte. An den letzten Ausläufern der Fulgramberge legten Arbeiter aus Bergwacht und Weinrode gemeinsam eine neue Straße an, um Weinrode an die westerholder Handelsstraßen anzubinden. Dies war der Beginn einer intensiven Handelspartnerschaft. Weinrode wuchs mit den Jahren zu einem kleinen Städtchen von vierhundert Einwohnern an. Der Wein war allgegenwärtig und die Winzer legten immer neue Weinberge an den Hügeln entlang des Rodetalflusses an.
In den alten Schriften in der Bibliothek zu Steinsfurt ist zu lesen, dass im kaiserlichen Jahr 668 Weinrode von einer größeren Band gemeiner Soldaten überfallen wurde. Sie raubten, plünderten und wüteten tagelang. Viele Menschen konnten zwar fliehen, aber ihr Hab und Gut wurde ein Raub der Flammen. Ein paar von ihnen flohen in Richtung Bergwacht und stießen auf eine Patrouille westerholder Reiter. Diese zögerten nicht lange. Sie informierten den Rest der Kämpfer in Bergwacht und gemeinsam zogen sie nach Weinrode. Dort angekommen griffen sie umgehend an und konnten die fremden Soldaten überrumpeln. Nach zähem Kampf waren die Soldaten entweder tot oder gefangen genommen. Holwin von Westerhold machte den Menschen von Weinrode daraufhin das Angebot, dass sie fortan unter seinem Schutz leben sollten. Sie würden mit allen Rechten und Pflichten zu Westerhold gehören, dafür würde er ihnen beim Wiederaufbau helfen. Dieses Angebot nahmen die Menschen von Weinrode danken an und gehörten fortan zu Westerhold.
Der Kampf und die Brandschatzung von Westerhold ging, dank der Abgeschiedenheit, an Weinrode vorbei. Alles ging danach seinen Gang, aber nach und nach verkümmerten die Handelswege. Der Handel brach schließlich ein und Weinrode verarmte. Erst nachdem Marvin von Westerhold sein Erbe antrat und mit seinen getreuen Freunden die Dörfer wiederaufbaute, belebte sich auch wieder der Handel mit Weinrode. Gerne erkannten sie ihn als ihren neuen Herren an um fortan wieder ein Teil Westerholds zu sein. Marvin bestätigte das alte Stadtrecht, welches sein Großvater der kleinen Stadt gewährte und gab den Menschen weiterhin das Recht, ihren Schultheiß selbst zu wählen. Weiterhin wurden die Winzer von Weinrode nun zu einer Winzerzunft zusammengeschlossen. Gemeinsam sollten sie fortan für hervorragende Qualität des Weines und den Handel sorgen.